Autor Thema: Crowdworking  (Gelesen 1199 mal)

15. März 2016, 21:18:07

Die Schlagwörter der neuen Arbeitswelt werden allesamt englisch ausgesprochen. Schon seit geraumer Zeit ist das „Crowdworking“ ein Trend, der sich auch unter dem breiter gefassten deutschen Begriff der „Plattformökonomie“ noch nicht in den Köpfen verankert ist. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat diese Arbeiter schon einmal als „digitale Tagelöhner“ bezeichnet. Das ist zwar eingängiger, aber es trifft kaum die ganze Bandbreite dieser unorthodoxen Beschäftigungsform. Eher ist es eine digitale Form des Outsourcings.

Dabei ist die Grundidee ziemlich simpel: Sie basiert darauf, dass Unternehmen Aufgaben auf Internetplattformen einstellen, zum Beispiel auf Jovoto, AppJobber, Twago oder Clickworker. Für diesen Auftrag können sich dann die Angehörigen der „crowd“ bewerben, sprich: Menschen auf der ganzen Welt. Dabei handelt es sich keineswegs immer nur um „Tagelöhner“, die sich von Indien und Aserbeidschan aus um ein paar zusätzliche Dollar Einkommen bemühen. Darunter sind auch jede Menge Kreative, denen es beim Gedanken schaudert, jeden Morgen in das immer gleiche Büro zu gehen und am betriebseigenen Kaffeeautomaten stehen zu müssen. Sie wollen flexibel arbeiten, mal von Münster, mal von den Malediven aus. Da kommt diese Form der flexiblen Beschäftigung gerade recht.
So die FAZ. Existentia meint dazu: Hungerleiderjobs, inakzeptabel. Und alle arbeiten  freiwillig deutlich unter dem MINDESTLOHN.