Autor Thema: Regeln für den Umgang mit der Arbeitsagentur  (Gelesen 1364 mal)

04. Dezember 2014, 14:21:59

Sollten Sie auf dem freien Markt derzeit gute Chancen auf eine Festanstellung haben, so müssen Sie unbedingt durch mindestens 50, besser 100 Bewerbungen nachweisen, dass Sie keinen Erfolg mit Ihren Bewerbungen hatten. Wenn man Ihnen Firmen benennt, die jemanden mit Ihrem Profil suchen, so müssen Sie sich dort vorstellen. Es kann durchaus sein, dass man Ihnen auch andere als die gewünschte Beschäftigung zumutet, bis zu 20% weniger Gehalt als bisher müssen Sie in den ersten 3 Monaten der Arbeitslosigkeit akzeptieren. Ab dem 4. Monat sind dies sogar 30%. Ab dem 7. Monat müssen Sie ein Gehalt in Höhe Ihres Arbeitslosengeldes akzeptieren. Pendelzeiten dürfen täglich 2,5 Stunden nicht überschreiten. Was eine „zumutbare“ Beschäftigung ist, wird im einzelnen im $ 121 SGB geregelt. Auch die Forderung nach einem Umzug an einen anderen Arbeitsort ist zumindest bei Ledigen nicht mehr unüblich. Ebenso gelten befristete oder die umstrittenen Leiharbeitsverhältnisse als zumutbar.
Im Fall einer Ablehnung des Antrags auf Gründungszuschuss sollten Sie innerhalb von 30 Tagen in Widerspruch gehen. Der Widerspruch wird wesentlich gründlicher bearbeitet werden, wenn dieser von einem Rechtsanwalt aufgesetzt wird. Es wird dann deutlicher, dass Sie zur Klage am Sozialgericht bereit sind. Eine solche Klage ist für Sie kostenfrei.
Existentia-Tipp 1: Wir haben Rechtsanwälte für Sozialrecht mit im Team. Diese stehen bei Bedarf gern zu ihrer Verfügung.
Existentia-Tipp 2: Den Antrag auf Gründungszuschuss sollten Sie immer schriftlich stellen. Wir leisten auch hier gern Formulierungshilfe.
Existentia-Tipp3: Eine Untätigkeikitsklage gegen die Agentur für Arbeit kann nach 6 Monaten eingereicht werden. Das sollte dann unbedingt ein Rechtsanwalt machen. Aber nicht irgeneinereiner, sondern eine Rechtsanwältin, die die Fälle auch gewinnt. Und die ist bei uns im Pool.