Autor Thema: Bürokratieabbau à la Gabriel? Bitte nicht!  (Gelesen 1214 mal)

04. November 2014, 09:21:51

Deutschlandradio Kultur verkündete heute, dass Herr Gabriel für umfangreichen Bürokratieabbau sorgen wiil. Unter anderem will er für Existenzgründer die Verpflichtung abschaffen, die Umsatzsteuervoranmeldeung in den ersten 2 Jahren monatlich abgeben zu müssen. Aber genau das ist mehr als sinnvoll. Schließlich besteht die Mehrheit der Gründer eben nicht aus Kauleuten mit Buchhhaltungs- und Steuerkenntnissen. Für die meisten ist das Thema Zahlen unbeliebtes Neuland, vor dem sie sich am liebsten ganz drücken würden. Doch genau diese Verpflichtung zur Umsatzsteuervoranmeldung ist absolut zweckmäßig. So wird der Gründer gezwungen, sich regelmäßig monatlich damit auseinanderzusetzen, ob seine Einnahmen- und Ausgabensituation den Anforderungen an die Selbstständigkeit entspricht. Wenn es nicht läuft, so sieht er dies jeden Monat in seinen Aufzeichnungen wieder. Keine Einnahmen?! Wie lange ist dieser Zustand noch tragbar. Zu wenig Einnahmen? Was kann ich tun? Der Gründer kann die Augen nicht verschließen vor seiner Untätigkeit und möglicherweise auch Unfähigkeit Geld reinzuholen.

Eine Umsatzsteuervoranmeldung dauert, wenn die Belege aufgelistet sind, exakt 3 Minuten:

1. www.elster.de aufrufen
2. Umsatzsteuervoranmmeldung anklicken
3. Namen und Adtesse tippen
4. Steuernummer eintragen
5. den Monat ankreuzen
6. die Nettoumsätze in die entsprechende Tabelle mit 7% oder 19% eintragen.

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1. und letztens: in die Spalte 66 die Umsatzsteuern aller Ausgaben als einen Betrag eintragen

ausdrucken und den Button SENDEN drücken. Fertig!

Wer diese Arbeit scheut, ist faul oder ein kompletter Idiot. Er sollte dann seine Selbstständigkeit ganz schnell aufgeben. Oder einen Steuerberater suchen, der ihm diese Arbeit von 3 Minuten für einen Beitrag von mindestens 50,- pro Monat abnimmt. Zuzüglich Umsatzsteuer, versteht sich.