Autor Thema: Lehrer, Dozenten, Trainer und Coache sind rentenversicherungspflichtg  (Gelesen 1293 mal)

31. Oktober 2014, 16:53:14

Starker Tobak. Alle Trainer, Dozenten und Coache sind wie etliche andere "Katalogberufe" verpflichtet in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.
Unter einer lehrenden Tätigkeit versteht die DRV (Deutsche Rentenversicherung) das Vermitteln von Fertigkeiten und Kenntnissen. Der Lehrbegriff wird weit ausgelegt, hierzu gehören Gruppen- und Einzelunterricht in den verschiedensten Bereichen.

Für Dozenten, Sprachtrainer, Seminarleiter und Trainer gilt auch die Ausrede nicht, dass Wenn Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden, so oist das für die DRV Unterricht.

In der Literatur der DRV werden inzwischen Tätigkeiten wie Coaching, Moderation und Supervision ebenfalls als lehrende Tätigkeiten eingestuft. Gemäß der DRV ist Coaching die individuelle Beratung von einzelnen Personen oder Gruppen in auf die Arbeitswelt bezogenen, fachlich-sachlichen und/oder psychologisch-soziodynamischen Fragen bzw. Problemen. Nach einer anderen Umschreibung des Begriffs handelt es sich um eine Kombination aus individueller Beratung, persönlichem Feedback und praxisorientiertem Training bzw. um einen personenzentrierten Beratungs- und Betreuungsprozess, der unterschiedliche Bedarfsgrundlagen des Coachingnehmers umfassen kann, zeitlich begrenzt ist und als Hilfe zur Selbsthilfe“zu verstehen ist

Anders sieht es bei Mischtätigkeiten aus. Wenn Sie z.B. Training, Coaching und Beratung anbieten, ist zu prüfen welche der Tätigkeiten überwiegt.
Beispiel: Sie unterrichten, in welcher Form auch immer, zu 25% (hier zählen die Einkünfte, nicht der Umfang). Ihr Gewinn liegt unter 5400 Euro pro Jahr, so sind nur auf diesen Betrag Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen.

Das einzige was Sie rettet vor dern Rentenversicherungspflicht, ist es Arbeitgeber zu werden. Wenn Sie einen Mitarbeiter mit mindestens 451 Euro brutto einstellen, entfällt die Rentenversicherungspflicht.