Autor Thema: Rechnungsstellung nach Russland  (Gelesen 5183 mal)

18. März 2014, 16:49:03

und in andre Drittländer. Wenn Russen in Russland ansässig sind, könnte § 3a (4) UStG in Frage kommen, der Leistungsort wäre damit Russland, im Inland hier nicht steuerbar. Damit könnten aber Registrierungspflichten in Russland verbunden sein, die Steuer entstünde dann in Russland und müsste dort abgeführt werden. Siehe bitte unten,

Die Rechnungsstellung von Rechnungen, die aus Deutschland nach Russland erfolgt, muss in deutscher Sprache hier vorliegen, eine Übersetzung ins Russische sollte stets beigefügt sein.
Ist der Empfänger der Rechnung weder ein Unternehmer, für dessen Unternehmen die Leistung bezogen wird, noch eine nicht unternehmerisch tätige juristische Person, der eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erteilt worden ist, und hat er seinen Wohnsitz oder Sitz im Drittlandsgebiet, wird die Leistung an seinem Wohnsitz oder Sitz, also in Russland ausgeführt. Im Klartext: Rechnungen von deutschen Unternehmen an russische Privatpersonen, die in Russland ansässig sind, sind wie alle anderen Rechnungen auch mit Umsatzsteuer zu stellen. Gehen die Rechnungen an Unternehmen, so sind die Umsatzsteuer ID Nr. des Empfangers wie auch des Absenders aufzuführen, müssen also vor Rechnungsstellung erfragt werden. In diesem Fall wird die Rechnung ohne Umsatzsteuer ausgestellt.
Wenn Sie aber Waren aus Drittländern beziehen, so ist darauf eine Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen, diese allerdings kann bei der Vorsteuer wieder geltend gemacht werden. Mehr dazu unter www.zoll.de
Anmerkung von Existentia: Stellen wir mal Rechnungen nach Russland bevor die Sanktionen dann möglicherweise von beiden Seiten greifen. Vielleicht kommt die Rechnung noch an, das Geld aber nicht mehr.

« Letzte Änderung: 20. März 2014, 18:17:39 von Margitta Heinecke »